Albert Camus

Der Mythos von Sisyphos, ein verzweifeltes Bild. Sollte man meinen. Sisyphos, der die Götter herausgefordert hat, wird dazu verurteilt, in der Unterwelt auf ewige Zeiten einen schweren Felsbrocken den Berg hinaufzurollen, nur um dann mitansehen zu müssen, wie er wieder hinabrollt.

„Sisyphos, der ohnmächtige und rebellische Prolet der Götter, kennt das ganze Ausmaß seiner unseligen Lage: über sie denkt er während des Abstiegs nach. Das Wissen, das seine eigentliche Qual bewirken sollte, vollendet gleichzeitig seinen Sieg. Es gibt kein Schicksal, das durch Verachtung nicht überwunden werden kann.“

„Der Kampf gegen Gipfel vermag ein Menschenherz auszufüllen. Wir müssen uns Sisyphos als einen glücklichen Menschen vorstellen.“ (Albert Camus: Der Mythos von Sisyphos)

Nun, die eigentliche philosophische Herausforderung könnte in der Frage liegen: Hat das Absurde einen Sinn? Es ist und bleibt in der Welt, ob der Mensch aufgibt oder nicht. Soll er sich damit abfinden oder dagegen revoltieren?

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Jean Paul Sartre

Wie lebt man ohne Sinn?

Das, was die früheren Philosophen als „Sinn des Lebens“ bezeichneten, gründete sich, wie oben dargestellt von Platon bis Kant auf unterschiedliche vorgegebene Prämissen, anhand derer Ideale entwickelt wurden, die als Regulative einen abstrakten Sinn formulierten. Seit der Phänomenologie nach Husserl, auf der Heidegger aufbaut, ist die Philosophie in der Krise, in der Existenzkrise, und versucht nun, sich mehr auf die wahrnehmbaren Phänomene zu konzentrieren.

Bei Nietzsche hatten wir schon von der heraufziehenden Dekadenz in der Wahrnehmung der gesellschaftlichen Verhältnisse gesprochen, die sich nun bei den Existenzialisten auswuchs zu einer Sinnentleerung, die mit Langeweile, Hoffnungslosigkeit und Angst einherging. Man hat den Eindruck, um dem ganzen Überdruss Herr zu werden, musste die Absurdität als neuer Platzhalter die Leere des Nichts auffüllen. Die Absurdität als Entgegensetzung zum Insuffizienzgefühl der Generationen zwischen und nach den Weltkriegen.

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Martin Heidegger

Sein und Zeit

Warum ist überhaupt etwas und nicht vielmehr Nichts?

Die ganze bisherige Auffassung der Welt ist nach Heidegger eine von der Philosophiegeschichte einseitig geprägte. Seine tiefgläubigen Eltern wünschten seine Ausbildung am bischöflichen Seminar, wo er Theologie und Philosophie studierte. Im Ringen um den Glauben, im Zweifeln, entdeckt er auch für die Philosophiegeschichte, sie sei eine Verdeckung der wesentlichen Fragen.

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Kohlhaas auf der Suche nach dem Sinn bei Friedrich Nietzsche

Was unterscheidet das Denken Nietzsches von seinen Vorgängern?
Schon Kant und Schopenhauer haben die Erkenntnisfähigkeit relativiert, Nietzsche treibt dies nun radikal weiter. Er formuliert einen neuen Anspruch an den Menschen seiner Gegenwart: der Mensch ist nicht nur verantwortlich, er muss auch sein Bezugssystem selbst herstellen, nachdem er alles in Frage gestellt hat.

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Kohlhaas sucht den Sinn bei Arthur Schopenhauer

Arthur Schopenhauer 1788-1860

 

„Die Welt ist meine Vorstellung.“

Arthur Schopenhauer lebte von 1788-1860 in privilegierten Verhältnissen, die Eltern entstammten prominenten Kaufmannsfamilien und hofften, ihren Sprössling in diese Kreise einzuführen. Schopenhauer jedoch erfüllte die Vorstellung einer Nachfolge in diesem Berufsfeld mit Abscheu. Erst nach dem Tod des Vaters gestattete ihm seine Mutter, die akademische Laufbahn einzuschlagen und die kaufmännische aufzugeben. Das mehrbändige Werk Die Welt als Wille und Vorstellung erschien bereits 1818, es erwies sich jedoch bald, dass das Werk von ihm selbst in seiner Wirkung überschätzt worden war.

 

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Jean Jacques Rousseau

Rousseau ist ein wichtiger Protagonist der Aufklärung. Er gewinnt den Preis der Akademie von Dijon mit einem frechen Aufsatz zur Frage, ob die Wissenschaften und Künste zur Besserung der Sitten beigetragen haben. Er hält damit seiner Gesellschaft einen Spiegel vor. Bei ihm wird erstmals die Gesellschaft zum Subjekt der Verantwortlichkeit.

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Kohlhaas auf der Suche nach dem Sinn bei Thomas von Aquin

Auf der Suche nach dem Sinn bietet die philosophische Theologie den kürzesten Weg zur Antwort. Wo Heinrich von Kleists Michael Kohlhaas standhaft bleibt und sich selbst von Martin Luther kein bisschen aus dem Konzept bringen lässt, denkt mein Kohlhaas zumindest kurz darüber nach. Aber es wäre ja zu bequem und was wäre aus der Philosophiegeschichte geworden, wenn es eine Antwort von oben geben könnte?

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Kohlhaas auf der Suche nach dem Sinn bei Epikur

Was unterscheidet die Epikureer von den vorhergehenden Denkern?
Bei den Epikureern spielt das abstrakte Wissen nicht mehr dieselbe Rolle, wie bei Platon und Aristoteles. Erkennen erfolgt vielmehr durch die Sinneswahrnehmung und die Sinneswahrnehmung ist immer wahr. Im gesamten philosophischen Denkgebäude Epikurs ist die Sinnlichkeit von tragender Bedeutung.

Seele und Geist sind feinste Materie, sie gehören, im Sinne der Atomisten, als Teile zum Körper. Damit wird ein reiner Materialismus postuliert, was den gesamten Weltzusammenhang auf eine einfache Formel herunterbricht. Alles Werden und Vergehen ist immer nur eine Umstrukturierung des bereits vorhandenen Materials.

 

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Kohlhaas auf der Suche nach dem Sinn bei Aristoteles

Wir befinden uns in der „Antike“, in der Zeit, in der Griechenland sowohl in der Kunst, als auch in der Wissenschaft und für die Politik Weichen gestellt hat. Die griechischen Stadtstaaten sind auf dem Höhepunkt ihrer Geschichte. Sie bilden die Grundlage für die Entwicklung einer Vorstellung von Gesellschaftsstruktur in der sogenannten zivilisierten Welt. Die Ethik als Wissenschaft vom moralischen Handeln untersucht und lehrt die Paradigmen, die zu einem großen Teil bis heute als Maßstab für Moral Gültigkeit haben. Deshalb können wir auch die Konflikte der Protagonisten in den klassischen griechischen Dramen immer noch verstehen und nachvollziehen.

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