Robert Nozick: Anarchie, Staat, Utopia

In der Beschäftigung mit Robert Nozicks „Anarchie, Staat, Utopia“, einem Minimalstaatsentwurf eines amerikanischen Harvard- Professors von 1974, der sich daran orientiert, lediglich die Sicherheit, vor allem den Schutz des Eigentums als Staatsaufgabe zu betrachten, drängt sich die Vermutung auf, dass vor allem der amerikanische Liberalismus mit weitgehender ökonomischer Freiheit und, bis heute, ausgeklammerter sozialer Absicherung, lange Zeit nach diesen Vorstellungen funktioniert hat. Neueste Entwicklungen deuten darauf hin, dass auch hier eventuell in naher Zukunft doch ein Umdenken, hin zu mehr ausgleichender Gerechtigkeit, erfolgen könnte. Die Philosophische Grundfrage, die sich dahinter versteckt, ist im Grunde die, ob ein Staatsgebilde, wie immer es gestaltet sein mag, nicht auf einer Vorstellung oder idealerweise sogar Einigung auf bestimmte Vorannahmen, zum Beispiel Normen und Werte, die durch das Staatssystem repräsentiert werden sollen, aufbaut, oder ob die Freiheit an sich als einzige Norm Gültigkeit beanspruchen soll.

Die Idee, dass die Märkte alles regeln gleicht einer Vorstellung von Sozialdarwinismus, auf einer mathematisch-rationalen Grundlage basierend, die außer Acht lässt, dass der Mensch eben nicht auf ein reduktionistisches Modell eingeschränkt werden kann, um daraus Entwicklungsvorhersagen zu machen. Interessant in diesem Zusammenhang ist ein Buch von Tomas Sedlacek, Mitglied des nationalen Wirtschaftsrats in Prag „Die Ökonomie von Gut und Böse“, der dafür plädiert, zu überdenken, „Was ist der Mensch unserer Ansicht nach?“, und dafür anthropologisches, geschichtliches, kulturelles, soziologisches und psychologisches Wissen heranzuziehen, um dann zu einer existenzialistischen Auffassung der Ökonomie und damit auch der Aufgaben eines Staates zu kommen.

Wenn wir natürlich Entwicklungen im deutschen Privatfernsehen beobachten, wie Stefan Raabs Polit-Show „Absolute Mehrheit“, widerspricht dies allen Anstrengungen. Wenn Mehrheiten aus persönlichen Interessen und Einstellungen gebildet werden, kann man Mehrheiten auch kaufen.

Brauchen wir eine jeder Staatsform vorausgehende Verständigung über Vorannahmen? Wie werden diese normiert, oder sind es doch übergeordnete Werte?

 

http://www.zeit.de/2012/05/L-P-Sedlacek

John Rawls‘ Verteilungsgerechtigkeit

Der Wirtschaftsnobelpreis ging dieses Jahr an die Ökonomen Shapley und Roth für die Theorie und praktische Anleitung zu einem Zuteilungsverfahren, bei dem ein stabiles Gleichgewicht erreicht wird. Zum Beispiel bei der Verteilung von Studienplätzen oder Spenderorganen geht es darum, wie diese „Märkte“ ohne Geld funktionieren und, im Fall der Organspende, Leben retten können.

Allerdings handelt es sich hier um rein rechnerische, logische Allokationsverfahren, die einer moralisch- philosophischen Grundlage entbehren (das wäre ein anderes Thema, ob ohne moralische Basis effektivere Resultate im Sinne von Nutzenmaximierung erzielt werden können, wobei die Nutzenmaximierung zur quasimoralischen Grundlegung wird). Interessant im Zusammenhang mit John Rawls, dessen „Theorie der Gerechtigkeit“ auch unter den Ökonomen diskutiert wurde und wird, ist die Überlegung, inwieweit für jede Theorie der Verteilungsgerechtigkeit gilt, dass sie sich eben nicht auf „Gegenstände des Marktes“ beschränken darf, sondern, wenn sie einen Gerechtigkeitsanspruch erheben möchte, andere „Güter“ wie z.B. Freiheitsrechte oder Chancengleichheit im Zugang zu Bildung oder anderen Ressourcen wie Arbeitsplätzen an erster Stelle abhandeln muss, so wie Rawls das tut,  und erst dann, an zweiter Stelle über Sachgüterverteilung nachdenken kann.

Junge Ökonomiestudenten sind seit der Weltfinanzkrise nicht mehr zufrieden mit Theorien, die sich auf Güter und Zahlen beschränken. Vielleicht erlebt Rawls‘ „Theorie der Gerechtigkeit“ bald eine Rezeptionsrenaissance.

http://www.zeit.de/wirtschaft/2012-10/interview-ockenfels-roth/seite-1

http://www.zeit.de/wirtschaft/2012-10/nobelpreis-wirtschaft-2012-preistraeger

Utopie 2050

Die ZEIT hat unter der Rubrik „Gesellschaft“ eine Reihe mit dem Titel „Utopien“ gestartet, in der Wissenschaftler zu ihren Entwürfen für die Zukunft befragt werden. Interessant ist die Vorstellung des Sozialpsychologen Harald Welzer, der sich eine Zukunft ohne Kapitalismus, ohne Wachstum, ohne Streben nach Eigentum als erstem Ziel vorstellt. Was für die frühen Staatstheoretiker wie Hobbes und Locke die fortschrittlichste Errungenschaft war, das Eigentum des Bürgers zu schützen und ihn als Teilhaber am gewinnbringenden System zu definieren, wird mehr und mehr als kritikfähiges Modell interpretiert, zu dem Alternativen gesucht werden, zumindest als Utopie.

„Ändern wird sich sowieso nichts. Der Satz versprüht ein lähmendes Gift. Als sei alles festgefügt, die Machtverteilung, unsere Art zu wirtschaften, der Konflikt zwischen Arm und Reich oder Jung und Alt. Dieser Satz verleitet dazu, nicht mehr darüber nachdenken zu müssen, wie die Welt von morgen aussehen könnte. Er verhindert, Utopien zu Ende zu denken – und sich vorzustellen, wie unsere Gesellschaft aussähe, wenn sie Wirklichkeit würden.“

Mit Filminterview unter

http://www.zeit.de/gesellschaft/zeitgeschehen/2012-09/utopien-wachstum-welzer

Bericht aus dem Jahr 2050: Der Kapitalismus in seiner jetzigen Form ist passé, gewirtschaftet wird nur nach den Bedürfnissen der Menschen. Wie diese Welt genau aussieht, beschreibt der Sozialpsychologe Harald Welzer im Video.

Der Mensch ist dem Menschen ein Wolf

Thomas Hobbes war der Auffassung, dass sich der Mensch latent ständig im Kriegszustand mit seinen Mitmenschen befindet und es daher Aufgabe des Staates sein soll, eine Ordnung zu schaffen, welche die Menschen voreinander schützt und ihr Eigentum sichert.

Ganz davon abgesehen, dass das Menschenbild Hobbes‘ auch schon von seinen Zeitgenossen revidiert wurde, weisen auch neuere Forschungen in die Richtung, dass der Mensch als Kulturwesen seinen Anfang nahm mit der Grundbefähigung zur Kooperation, mit der Fähgkeit zu Empathie und Mitgefühl. Der Artikel des 6. Philosophie- Magazins mit dem Titel: „Wie viel Tier steckt in mir?“ bezeichnet es als erneuten Paradigmenwechsel, dass der Rousseausche edle, gute Wilde seine Rückkehr feiert, Vernunft und Emotion hierarchiefrei eine neue Setzung des Wesenskerns geltend machen. Die Basis hierfür soll die Primatenforschung bilden:

„Der barmherzige Bonobo

Fasst man die wesentlichen Ergebnisse dieser derzeit führenden und innovativsten Stimmen der Lebenswissenschaften zusammen, tritt die Trias von nachhaltigem Altruismus, dem Willen zur Kooperation und der mitfühlenden Empathie als unser eigentlich erfolgsverbürgendes Erbe hervor. Nicht etwa erst reflektiertes Selbstbewusstsein, regelgeleitete Vernunft oder höhere, sprachliche Kognition befähigen uns zu Mitgefühl, Zusammenarbeit und der Einbeziehung des anderen. Es war umgekehrt die Fähigkeit unserer breit gestreuten evolutionären Vorfahren, sich kooperativ und empatisch weiterzuentwickeln, die den Homo sapiens hervorbrachten. Anders gesagt: gerade das Tier in uns ist gut. Eine zunehmende Anerkennung seiner Präsenz stellte im gleichen Zug eine Rückkehr zu den besseren Quellen unseres Selbst dar. Die Genealogie des Menschen und seiner Moral wird evolutionsbiologisch umgeschrieben.“

Auszug aus:

http://www.philomag.de/philosophie-magazin-nr-6

Wie wollen wir leben?

Worüber denken unsere führenden Politiker und Wissenschaftler nach, wenn sie sich Gedanken machen um zukünftige Strukturbedingungen für das gesellschaftliche Zusammenleben?

In einem Artikel der FAZ vom 30.09.12 mit dem Titel: „Denk ich an Deutschland.“ Gut leben in Europa heißt es laut Merkel: „Europa sei Garant Für Demokratie, Freiheit, Wachstum.“

Könnte man noch einmal das Gedankenexperiment zum Naturrecht anstellen? Was käme dabei heraus? Unsere Vorstellung von Naturrecht heute gründet sich im Geist der Aufklärung auf Freiheit und Selbstbestimmung und dazu zählen wir als Bedingung die Verfügung über materielle Mittel, die uns Lebensgestaltung ermöglichen. Dass wir diese im Konkurrenzkampf erlangen, ist uns selbstverständlich geworden.

Umweltschutz sei für viele nach wie vor eine Glaubenssache. Verschiedene Standpunkte werden dargestellt mit einem gemeinsamen Tenor: zunehmende Institutionalisierung von Europa bei zunehmender Individualisierung seiner Bürger.
Bezeichnend: Neben dem Artikel kann ein PDF  geöffnet werden zur Konferenz der Herrhausen Gesellschaft und der FAZ mit dem Titel „Denk ich an Deutschland. Wie wollen wir leben?“, aufgemacht als Prospekt. Dieser braucht, um finanziert zu werden, als Aufhänger eine ebenso große Seite vorangestellt von der Deutschen Bank mit dem Titel/ Werbeslogan: „Nur eine starke Bank kann die Zukunft mitgestalten.“

Vom Grundsätzlichen her gedacht ist für die Diskussion eine enge Grenze gesteckt, der Merkel/ Thatcher Slogan: There is no alternative (TINA- Prinzip, Unwort des Jahres 2010: alternativlos).

Interessant aus der ZEIT ein Beitrag eines Sozialwissenschaftlers mit dem Titel

„Utopie einer Welt ohne Wachstum“

Ist es denkbar, dass sich der Kapitalismus als Irrtum erweist?

SourceURL:file://localhost/Users/dagmareger-offel/Desktop/Dokument%201.doc

http://www.faz.net/aktuell/politik/inland/denk-ich-an-deutschland/denk-ich-an-deutschland-gut-leben-in-europa-11909386.html

http://www.zeit.de/gesellschaft/zeitgeschehen/2012-09/utopien-wachstum-welzer

Entwicklung des Staates als Gemeinschaftsform

In den „Gundlagen zur politischen Philosophie“ war das erste Thema die historische Entwicklung des Staates und der sich gegenwärtig abzeichnende Wandel in den Funktionen und Institutionen des Staates.

Stämme, Stadtstaaten, Reiche, Imperien, Nationalstaaten. Vom Kleinen zum immer Größeren und zurück zum Kleinen geht die gegenwärtige Entwicklung wieder zu übergeordneten Verbünden. Nachdem sich seit dem zweiten Weltkrieg die Interessen der Staaten zunächst nach innen gewandt hatten und die modernen Wohlfahrtsstaaten aufgebaut wurden, fehlen den Nationalstaaten nun die Instrumente, um sich auf dem Weltmarkt zu etablieren. Nun geben die Staaten wieder einen Teil ihrer Souveränität ab und bekommen dafür Mitspracherecht in überregionalen Gremien. Kultureller Austausch, wirtschaftliche Möglichkeiten, Sicherung von Menschenrechten…
Auch der ZEIT- Artikel „Die EU darf nicht gespalten werden“ zielt in die Richtung: „Kerneuropa ist zu klein, die Zukunft haben regionale Verbünde.“ Nun braucht auch eine Haushalts- und Wirtschaftsunion die Zustimmung durch die Wähler und die Befürchtung, dass Europäisierung gleichzeitig Entdemokratisierung bedeuten könnte, ist nicht von der Hand zu weisen. Machtverschiebungen auf supranationaler Ebene können wieder Machtkonzentrationen hervorrufen. Interessant ist, dass bisher die demokratischen Grundzüge nicht von den einflussreichen „Klubs wie G8/G20, WTO“ gesichert werden, sondern von den basisdemokratischen Nichtregierungsorganisationen.

Die Frage, die sich also stellt: Muss Europa zuerst in Regionen aufgetielt und unterschiedlich organisiert werden? Und: Wie können demokratische Strukturen trotz globaler Abhängigkeiten gesichert werden?

Artikel aus der ZEIT vom 21.09.12 von Claus Leggewie:

SourceURL:file://localhost/Users/dagmareger-offel/Desktop/Dokument%201.doc

http://www.zeit.de/politik/ausland/2012-09/Europa-Regionen

Zur Diskussion: Warum die Linke oft recht hat, es aber nur selten bekommt; FAZ

Oskar Lafontaine bezieht sich im FAZ- Artikel vom 11.09. auf Charles Moore und Frank Schirrmacher, die vor einem Jahr ihre Artikel „I’m starting to think that the Left might actually be right“ und „Ich beginne zu glauben, dass die Linke recht hat“  veröffentlicht haben und damit eine Frage in den Raum werfen, die auf vielerlei Ebenen diskutiert werden kann: Warum hat die Linke oft Recht, bekommt es aber nicht? Sind es Kassandra- Rufe, denen keiner glaubt? Ist es der Unterwerfungswille des Volkes? Wie lange dauert es, bis „die da unten nicht mehr wollen und die da oben nicht mehr können“ (siehe Griechenland)?

Nun, die Linke hat ihre eigene Sprache, wird über diese sofort identifiziert und enthebt sich damit außerhalb ihrer Reihen der neutralen Auseinandersetzung. Lafontaine plädiert nun dafür, dass die Linke genau diese Sprache, mit der in jeweiligen Kontexten Wirklichkeiten geschaffen werden, noch verstärkt entwickelt „um den Boden für wirkliche Reformen zu bereiten.“ Und dann plädiert er an die unkäuflichen Werte und Ideale als Begründung der menschlichen Würde.

Warum Lafontaine so oft recht hat, es aber selten bekommt…

Der Artikel ist zur kritischen Auseinandersetzung aus dem Grund lesenswert, weil in bezug auf verschiedene Philosophen im geschichtlichen Rückblick  einige Schlagworte zur Debatte gestellt werden wie:

„Eigentum entsteht durch eigenes Tun“

„Wer Vermögen hat, vermag etwas“

„Sprache verstärkt Macht des Bestehenden“

SourceURL:file://localhost/Users/dagmareger-offel/Desktop/Dokument%201.doc @font-face { font-family: „Times New Roman“; }p.MsoNormal, li.MsoNormal, div.MsoNormal { margin: 0cm 0cm 0.0001pt; font-size: 12pt; font-family: „Times New Roman“; }a:link, span.MsoHyperlink { color: blue; text-decoration: underline; }a:visited, span.MsoHyperlinkFollowed { color: purple; text-decoration: underline; }table.MsoNormalTable { font-size: 10pt; font-family: „Times New Roman“; }div.Section1 { page: Section1; }

http://www.faz.net/aktuell/feuilleton/debatten/lafontaines-lektion-warum-die-linke-oft-recht-hat-es-aber-nur-selten-bekommt-11885411.html

Ist Judith Butler des Adorno-Preises würdig?

Im letzten ZEIT-Artikel vom 06.09.2012 beschreibt Ingeborg Harms den philosophischen Ansatz von Judith Butler, der amerikanischen Philosophin, die ins Kreuzfeuer der Kritik geraten ist wegen verschiedener Statements zu Hisbollah und Hamas als linken sozialen Bewegungen, die nun des Antisemitismus bezichtigt wird und des Adorno- Preises vom Zentralrat der Juden für unwürdig befunden wird.

Die ganze Auseinandersetzung ist bezeichnend. Judith Butler als philosophische Denkerin analysiert und gibt deskriptive Statements ab, die nicht immer auf ihre persönliche Wertung schließen lassen. Grundsätzlich ist ihr Denken ein skeptisches und vor allem ein gewaltfreies und antidiskriminierendes. Ihre Ansätze aus den 90 er Jahren, Gender- Kategorien zu analysieren und an allen Punkten der scheinbaren Unhinterfragbarkeit mit ihrer Kritik anzusetzen, war ein Meilenstein in der Auseinandersetzung mit Geschlechterkonstruktion und dem Bewusstsein, inwiefern wir durch ständige Wiederholung Realitäten manifestieren.

Es ruft ein gewisses Ubehagen hervor, wenn deskriptive Kritik, wie in jüngerer Vergangenheit mehrfach geschehen, immer als ideologisch verblendete Haltung ausgelegt wird.

Unbedingt lesenswert:

SourceURL:file://localhost/Users/dagmareger-offel/Desktop/Dokument%201.doc

http://www.zeit.de/2012/37/Judith-Butler-Portraet

http://www.zeit.de/kultur/literatur/2012-08/judith-butler-kritik-israel-antwort

Denken Deutsche anders?

 

Denken Deutsche anders? Philosophie-Magazin Mai/Juni 2012

Das gibt es doch tatsächlich! Wieder oder immer noch. Menschen die denken und das Denken ins Leben überführen. Ein Dorf der Philosophen. Im aktuellen Philosophie-Magazin wird ein Projekt beschrieben, das LebensGut Pommritz, ein ökosoziales Gemeinschaftsprojekt, 1997 gegründet mit der Absicht “die tiefsten Sehnsüchte und Potenziale unserer eigenen Seele zu entfalten und zugleich unsere Verantwortung in der Welt wahrzunehmen”.

http://www.lebensgut.de  In Einklang mit der Natur wird Ökolandbau betrieben, ein Hofladen, eine Philosophiewerkstatt, etc.

Beim Lesen schien sich zunächst eine Analogie zu Hans Peter Dürrs Energiebilanz anzubieten, die mit demselben ökologischen Anspruch versucht, an die Verantwortlichkeit des Einzelnen in der Lebensführung zu appelieren und uns auf ein Bewusstsein der Einschränkung zugunsten der Erhaltung zu verpflichten.

Wäre da nicht dieser spirituelle Unterton. Der Anspruch, sich umweltverträglich im Natürlichen zu verhalten, mit einer Gemeinschaftspolitik, die Lebendigkeit und Kreativität ermöglicht, hört sich gut an. Aber immer wieder: wir schaffen es nicht, bescheidenere Weltverbesserer (Karl Popper) zu sein. Wenn dann muss schon die ganze menschliche Hybris im Ausdruck verinnerlichter Religiösität als Basis herhalten.

Es gibt viele Ausprägungen einer deutschen “Ökosophie”, ob das dann typisch deutsch ist, weil sich die Theorie auf deutsche Philosophen beruft, sei dahingestellt. Interessant einfach als alternativer Lebensentwurf, der zeigt, dass der Begriff “alternativlos”, im vergangenen Jahr von der Wirtschaftspolitik geprägt, Verblendung ist.

 

Bloggen auf WordPress.com.

Nach oben ↑