Die europäische Festung und Edgar Allan Poe

Freitext Kolumne von Michael Ebmeyer, Januar 2016

Ein Versuch über Edgar Allan Poe und die Gegenwart:

„Wie fast immer bei Poe kann man die Erzählung auch so lesen, dass sie sich ganz im Gemüt eines einzelnen Menschen zuträgt. Zum Beispiel eines „patriotischen Europäers“, der seinen Kopf zur Festung ausgebaut hat. Immer tiefer verbohrt er sich in seinen Wahn, bis er schließlich durchknallt und selbst zum Terroristen wird.“

http://www.zeit.de/freitext/2016/01/12/europa-festung-poe-ebmeyer/

Christa Wolf: „Was bleibt“

Deutscher Taschenbuch Verlag, München, 1994, Erstausgabe 1990

25 Jahre Deutsche Einheit, ein guter Zeitpunkt um wieder mal zu fragen: „Was bleibt?“

Christa Wolf, nach Reich-Ranickis Einschätzung „Deutschlands humorloseste Schriftstellerin“, ist kurz nach der Wende mit dieser Erzählung an die Öffentlichkeit und damit ins Fettnäpfchen getreten. Ursprünglich 1979 geschrieben und nach dem Mauerfall erst überarbeitet und veröffentlicht löste die Erzählung einen großen Literarturstreit aus, in dem Christa Wolf und die gesamte DDR-Literatur auf den Prüfstand gestellt wurden.

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In aller Kürze: Konfuzius und Aristoteles

China und der Westen

Xuewu Ge spricht in seiner Publikation für die Bundeszentrale für politische Bildung „Die große Mauer in den Köpfen“ von China und dem Westen und der Suche nach Verständigung. Dafür wurden zu einem Workshop mehrere führende chinesische Wissenschaftler eingeladen, die als Prämisse für eine Verständigung die Suche nach Gemeinsamkeiten, nicht nach Unterschieden, hervorhoben. Für die Chinesen sei es beispielsweise ganz wichtig gewesen, festzustellen, dass das Verständnis von Demokratie nicht allein auf abendländischen Wurzeln basiert, sondern im Konfuzianismus ebenso vertreten sei. Durch diese Erkenntnis können sie, laut Xuewu, mit einem anderen Selbstbewusstsein die Idee der Demokratie vertreten. Mehr unter „Studium Generale, Konfuzius“

Konfuzius im 20. Jahrhundert –

oder: wie ein Weiser als Schlüsselträger für die Rechtfertigung unterschiedlichster politischer Positionen missbraucht wird.

Joachim Schickel gab 1976 „Konfuzius – Materialien zu einer Jahrhundertdebatte“ im Insel Taschenbuch Verlag heraus, in denen rückblickend die Rolle des Konfuzius in den politischen Debatten des 20. Jahrhunderts – in der Zusammenstellung aus der Sicht eines Kommunismus- Sympathisanten – dokumentiert wird.

Studium Generale: Konfuzius

CHINA-&-DER-WESTEN

Universalismus und Religion – Wofür braucht es Allgemeingültigkeit?

Als Mensch, der mit offenen Augen die Aktivitäten der Menschheit betrachtet und mit Erschütterung die Folgen beobachtet, fragt man sich, wozu denn da abstrakte Gedankenfolgen noch gut sein sollen. Helfen sie zum besseren Verständnis von Gerechtigkeitsangelegenheiten? Können abstrakte Überlegungen Machtverhalten und Krieg entgegenwirken? Können wir über theoretische Argumentationen religiöse Konflikte entschärfen? „Universalismus und Religion – Wofür braucht es Allgemeingültigkeit?“ weiterlesen

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