Martin Heidegger

Sein und Zeit

Warum ist überhaupt etwas und nicht vielmehr Nichts?

Die ganze bisherige Auffassung der Welt ist nach Heidegger eine von der Philosophiegeschichte einseitig geprägte. Seine tiefgläubigen Eltern wünschten seine Ausbildung am bischöflichen Seminar, wo er Theologie und Philosophie studierte. Im Ringen um den Glauben, im Zweifeln, entdeckt er auch für die Philosophiegeschichte, sie sei eine Verdeckung der wesentlichen Fragen.

In welchen Zusammenhang kann man Heidegger stellen?

Die Positivisten des Wiener Kreises gehen ihm voraus, sie verschränken nun die großen philosophischen Fragen: Was ist das Leben?, Was ist der Sinn?, usw. im empiristischen Konnex mit der Frage nach der Existenz, nach dem Sein, nach dem tatsächlichen Da-Sein.

Der Mensch kann nur das Wesen des Daseins der menschlichen Existenz erforschen und dabei nur seines eigenen Daseins.

4 Kommentare zu „Martin Heidegger

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  1. Angenommen es wäre Nichts, dann wäre das Seiende Nichts. Seiendes Nichts oder Nichts als Seiendes. Irgendwie beißt sich hier die Schlange in den Schwanz. Wenn Nichts wäre, dann müsste außerdem das Nichts grenzenlos sein, damit nur Nichts ist. Denn die Umgrenzung des Nichts müsste vom Nichts verschieden sein, was wiederum nur Seiendes sein kann, oder Nichtnichts.

    1. Jean Paul Sartre hat sich mit dem „Nichts“ ausführlicher befasst in „Das Sein und das Nichts“. Heidegger konzentriert sich in „Sein und Zeit“ auf die Bestimmung des Seins, auf den Unterschied von Sein und Seiendem. Was er vornimmt ist eine ontologische „Daseinsanalyse“ die natürlich nicht auskommt ohne eine Abgrenzung zum Begriff des Nichts. Als Ausgangsgedanke ist das berühmte Zitat von ihm „Warum ist überhaupt etwas und nicht vielmehr Nichts?“ immer wieder eine beliebte gedankliche Provokation, die bis in die Grundfesten unseres Denkens reicht.

      1. Zufällig war ich heute unterwegs, um Kühe zu zeichnen. Leider gibt es heutzutage nicht mehr so viele Rinderweiden, sodass ich eine ganze Weile suchen musste. In der Gegend von Linda und Knau in Thüringen wurde ich endlich fündig. Ein eingegrenztes Stück Wiese auf dem Kuh war. Kuh ist demzufolge das Sein dieser speziellen, von mir gesuchten Washeit… oder anders bezeichnet deren Wesen? Die existente Kuh Pauline, die mir freundlicherweise Modell stand, wäre das aktuell von mir wahrgenommene Seinde des Wesens (der Washeit, des Seins?) Kuh, oder?
        Da kommt mir ein Gedanke: Ein Nichts könnte ja auch ein Sein sein, welches noch nicht in die Wahrnehmung getreten ist. Ich hatte im Zusammenhang mit Heidegger mal was von entbergen gelesen. Was noch nicht entborgen ist, ist Nichts…oder besser, das Nichts verbirgt Sein.

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