Anne Weber: Annette, ein Heldinnenepos

Ein plakativer Titel, eine ungewöhnliche Form, ein revolutionäres Leben, das alles ergibt eine epische Erzählung über eine Revolutionärin, die mit humanistischem Anspruch immer an eine Entwicklung zum Besseren glaubt und dafür ihr eigenes, persönliches Glück hinten an stellt.
Die klassischen Helden-Epen von Homer, die Illias, die Odyssee, stehen beispielhaft für ein Epos. Endlich gibt es eine Heldin, für die ein Epos geschrieben wurde. Wobei das heute nicht mehr in der klassischen Versform funktionieren kann. Eine Mischform aus dem antiken Verständnis eines Epos als Versschöpfung und dem modernen Verständnis von Epos als Erzählung ergibt eine verschränkte Textform mit vielen zäsierenden Zeilenumbrüchen, aber ohne Versmaß und Reim. Es liest sich flüssig, aber Betonungen können anders gesetzt werden durch diese Form, das ist wohl der Sinn des Ganzen.

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