Am 28.04.26, wäre Harper Lee 100 Jahre alt geworden.“Wer die Nachtigall stört“, ein Roman über die Verhältnisse in einem Amerika der 30er Jahre, schildert mit feiner Sprache den offensichtlichen Rassismus und die schwelenden kaum wahrgenommenen Rassismen, die die europäische und amerikanische Kultur bis heute prägen. Der Roman wurde an die 40 Millionen mal verkauft und mit dem Pulitzer Preis ausgezeichnet und 1962 in einer eindrucksvollen Verfilmung in Szene gesetzt.
Hier als Hörbuch, eingelesen von Eva Mattes:
https://www.ardsounds.de/episode/urn:ard:episode:39f40a7f64d66d64/

Der im Oktober ’25 erschienene Titel „Das Land der süßen Ewigkeit“ ist ein Buch mit bisher unveröffentlichten Texten. Eine kleine Ansammlung von Erzählungen und Essays greift auf Kindheitserlebnisse zurück und auf die unterschiedlichsten Arten der Wahrnehmung von Ungerechtigkeit und Rassismus im Erwachsenen- und Berufsleben der Harper Lee.
Die in den 50er bis 00er Jahren entstandenen Momentaufnahmen sind aus autobiografischem Erleben gespeist und aus ihrer Sozialisation als Rechtsanwaltstochter – ihr eigenes Studium der Rechtswissenschaften brach sie zugunsten der Literatur ab – und spiegeln eine differenzierte Wahrnehmung von Recht und Unrecht.
In den acht Storys und acht Essays haben mir die Kindheitserinnerungen am besten gefallen, die in Sprache gefassten Bilder gingen mir unter die Haut. Bei den Essays fehlen mir teilweise die historischen und soziokulturellen Bezüge, damit konnte ich weniger anfangen.
Das Land der süßen Ewigkeit. Storys und Essays. Aus dem amerikanischen Englisch von Nicole Seifert. Penguin Verlag, München 2025
Vielen Dank an den Verlag für das Rezensionsexemplar
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