Christoph Höhtker: Das Jahr der Frauen

Die Reise führt durch mehrere Etagen einer in Genf sitzenden internationalen gemeinnützigen Organisation, durch verschiedene Länder und viele Betten. Ein lebensmüder PR- Misanthrop arbeitet an der Biographie des Gründers dieser Vereinigung und lässt vermuten, dass es in der ganzen Auslegung der Geschichte um einen einzigen PR-Fake geht. Und auf diese Art ist es auch erträglich, die ganzen Frauengeschichten als einen großen Selbstbetrug mit misogynen Abstandshaltern einzuordnen, ohne die der Lebensmüde lieber heute als Morgen aus dem Leben scheiden würde.

Weiterlesen „Christoph Höhtker: Das Jahr der Frauen“

Mirko Bonné: Lichter als der Tag

Wieder steht er auf der Longlist für den Deutschen Buchpreis. Mirko Bonné, ein Schriftsteller, der sein Handwerk sehr gut beherrscht, der es versteht, eine Atmosphäre zu kreieren, die einen Sog entwickelt in das Innenleben des Hauptprotagonisten hinein, in seine Verzweiflungen und Widersprüchlichkeiten. Es sind immer tragische Figuren, die vom Leben in eine Tiefe gerissen wurden, aus der heraus sie einen anderen Blick für die Nuancen von Dunkelheit und Helligkeit entwickeln. Und das ist der einmalige Lesegenuss an den Romanen Bonnés, dieses besondere Gefühl eines vom Leben Mitgenommenen, der nicht nur die Schattenseiten, sondern auch die leuchtenden Momente besonders intensiv beschreiben kann, immer begleitet von einem ganz speziellen Glück der Melancholie.

Weiterlesen „Mirko Bonné: Lichter als der Tag“

Bloggen auf WordPress.com.

Nach oben ↑